Sigmaringen bis Ersingen an der Donau. Tag 6 (87 km)

Fr., 2.8.19: Wenn man morgens aus dem Zelt steigt, die Sonne scheint und man gleich auf die Donau schaut, fängt der Tag gut an. Dann noch ein Milchkaffee und ein Croissant beim Bäcker (im Kaufland) und alles ist gut.

Ab Sigmaringen wird das Donautal breiter. Für uns Radfahrer gibt es Platz und wir sind überwiegend auf bequemen Rad- oder kaum befahrenen Wirtschaftswegen unterwegs.

Außerdem sieht man deutlich weniger E-Bikes. Wir überlegen eine Weile, ob es daran liegen könnte, dass wir so früh am Morgen aufgebrochen sind und der „gemeine E-Bike-Tourist“ noch gemütlich im Hotel frühstückt. Aber es werden auch später am Tag nicht mehr so viele wie auf dem Abschnitt zwischen Tuttlingen und Sigmaringen. Vermutlich ist das hier den meisten nicht spektakulär genug.

In Munderkingen – schon wieder so ein kleines Städtchen mit engen Gassen – legen wir eine Eiscafé-Pause ein. Wir müssen entscheiden, wie weit es heute noch gehen soll. Da es so gut läuft, beschließen wir, heute etwas länger zu fahren. Außerdem fühlt es sich einfach besser an, wenn man sich sagt, dass man von Basel bis Ulm gefahren ist. Wie würde sich denn von „Basel bis Ersingen“ oder so ähnlich anhören?

Es ist aber nicht nur gemütliches Dahinrollen. Zwischendurch zeigt uns die Donau , dass sie auch hinter Sigmaringen noch weiß, was Felsen sind. Rechtenstein sieht richtig beeindruckend aus. Und in Ehingen darf man noch mal kurz klettern, um aus der Altstadt rauszukommen.

Rechtenstein mit Burgruine

Schließlich kommen wir bis Ersingen (kurz vor Erbach) und zelten beim Gasthof Hirsch. Dort ist es richtig schön. Eine große Wiese mit nur wenigen Campern selbst in der Hauptsaison. Das ist so eine Landidylle. Hier könnte man auch mit Kindern nächtigen. Sie wären von dem vielen Platz, dem kleinen Spielplatz und den Viechern – Ponys, Hasen und Rinder – begeistert. Ersingen ist ein Dorf mit ein paar hundert Einwohnern. Schaut man den Gasthaus und Hofanlage an, dann ist klar, dass der Hirschwirt weiß, wie man es macht. Alles ist richtig gut in Schuss, frisch renoviert und sehr gepflegt. Da hat einer Geld in investiert. Die Küche ist gut und bezahlbar, das Bier schmeckt und die selbst gebrannten Schnäpschen, die wir uns nach den „geschmelzten“ Maultaschen gönnen, sind auch nicht schlecht.

Zeltwiese beim Gasthof Hirsch in Ersingen. Mit ausreichend Stühlen für die Camper!
Schwäbische Maultaschen mit Salat

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